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Armutsbekämpfung in Peru
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CIM KONKRET. ONE PERSON CAN MAKE A DIFFERENCE

Schuldentausch und Armutsbekämpfung

Peru. Foto: Integrierte Fachkraft Harald Mossbrucker.
Ausgangslage Von dem ungebremsten und langanhaltenden Konjunkturaufschwung und Wirtschaftswachstum Perus profitieren die sozial Schwachen nur in geringem Maß.
Ziel Armutsminderung in den ärmsten Regionen des Landes durch die finanzielle Unterstützung lokaler Projekte in der Planung und Infrastruktur der Gemeinden.
CIM-Einsatz Als Kodirektor des Deutsch-Peruanischen Gegenwertfonds (GWF) in Lima ist eine Integrierte Fachkraft zusammen mit seinem peruanischen Counterpart für die Leitung des Gegenwertfonds zuständig.
Der Deutsch-Peruanische Gegenwertfonds fördert Projekte, die die soziale und wirtschaftliche Situation der ärmsten Menschen im Land verbessert und die Bevölkerung in ihrer Eigenverantwortung stärkt. Die Kodirektion für die deutsche Seite des Fonds hat seit April 2009 Dr. Harald Moßbrucker als von CIM vermittelte Integrierte Fachkraft übernommen.

Der Fonds wurde 2003 in Peru eingerichtet und sollte 2008 enden. Bis 2008 wurden bereits ca. 15.000.000 US$ in 219 Projekte investiert. Durch diesen enormen Erfolg, seine hohe Effizienz und die Nachhaltigkeit der finanziellen Unterstützung wurde der Fonds mit neuen Mitteln von insgesamt 26,14 Mio. Euro ausgestattet. 2008 wurde für die zweite Phase neu bestimmt, wer vor allem von der Förderung profitieren soll – der Fokus liegt auf den ärmsten Regionen im Hochland Perus.

Der Fonds unterstützt zwei unterschiedliche Arten von Projekten: Projekte zur lokalen Planung von Landflächen, Wirtschaft und Sozialfragen, die "on the job training" und Organisationsstärkung beinhalten - sowie Infrastrukturprojekte zu Trink- und Abwasser, Straßenausbau und der Verbesserung von Bewässerungskanälen und kleinen Brücken. Ziel der finanziellen Förderung der Projekte durch den Fonds ist es, die Menschen in ihrer eigens angestoßenen Projektarbeit und Eigenverantwortung zu unterstützen. Die Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Dezentralisierung müssen in allen geförderten Projekten eine wichtige Rolle spielen.

Auf Grundlage von Wettbewerben und Ausschreibungen entscheiden der peruanische Partner und Moßbrucker gemeinsam, welche Projekte gefördert werden. Anträge werden nur dann berücksichtigt, wenn ein Projekt eine strategische Partnerschaft zwischen Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen beinhaltet. Anträge aus besonders armen Gebieten erhalten einen Bonus.

Bis Anfang 2013 waren 46 Projekte zur Stärkung der Eigenständigkeit der Bevölkerung aktiv oder bereits abgeschlossen. Im Bereich Infrastruktur wurden 141 Projekte gefördert. Außerdem finanziert der Fonds 20 Projekte zur Abfallbeseitigung. Für die peruanischen Partner und Moßbrucker ist die Arbeit im Fonds ein gelungenes Beispiel der „Hilfe zur Selbsthilfe“.

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