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Medizinisches Know-how für Malawi
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Integrierte Fachkraft
Dr. Tarek Meguid
E-Mail: tarek.meguid@cimonline.de
Arbeitgeber
Bwaila Hospital/Kamuzu Central Hospital (KCH)

Service +++

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CIM KONKRET. ONE PERSON CAN MAKE A DIFFERENCE

MEDIZINISCHES KNOW-HOW FÜR MALAWI

Gynäkologe Dr. Tarek Meguid umgeben von roten Patientenakten an seinem Arbeitsplatz in Malawi. Foto: Toby Binder.
Ausgangslage Malawi zählt zu den ärmsten Volkswirtschaften der Welt und belegt demnach fast zwangsläufig auch in der Statistik der Müttersterblichkeit den ersten Platz unter den konfliktfreien Staaten.
Ziel Auch denjenigen Frauen, die sich ein gebührenpflichtiges Krankenhaus nicht leisten können, soll eine würdevolle und oft lebensrettende Entbindung ermöglicht werden.
CIM-Einsatz Als einer von nur drei Gynäkologen am Bwaila Hospital unterstützt Dr. Tarek Meguid die Einführung medizinischer Standards, den Ausbau der Geburtsstation und hilft jährlich ca. 12.000 Kinder zu entbinden.
Die Geburtsstation des Bottom Hospital ist ein einfacher L-förmiger Ziegelsteinbau nahe der „Old Town“ von Lilongwe, der 1936 von den englischen Kolonialherren für die Einheimischen erbaut wurde. Inzwischen wurde das Krankenhaus zwar offiziell in Bwaila Hospital umbenannt, doch noch heute kommen ausschließlich die Ärmsten der Armen hier her, um ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Der Kreissaal des Hospitals ist der Arbeitsplatz des Gynäkologen und CIM-Experten Dr. Tarek Meguid. Zwischen 30 und 40 Frauen entbinden hier täglich und werden von dem Arzt aus Stuttgart betreut. Er leistet nicht nur konkrete medizinische Unterstützung, sondern versucht auch die Problematik der medizinischen Versorgung auf eine politische Ebene zu bringen und somit eine langfristige Verbesserung der Situation zu erreichen. Denn in Malawi stehen 12 Millionen Einwohnern ganze 13 Gynäkologen zur Verfügung. Gearbeitet wird vor allem mit so genannten „clinical officers“, die keinen medizinischen Abschluss haben, aber Pflege- und Facharztaufgaben übernehmen. In der Hauptstadt betreuen drei Gynäkologen vier Millionen Frauen und bringen jährlich 12.000 Kinder zur Welt. Somit zählt neben den klassischen Tätigkeiten des Gynäkologen und Geburtshelfers Meguid auch das Aus- und Weiterbilden von Studenten und Ärzten im Praktikum zu seinen Aufgaben. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO sind es um die 1.800 von insgesamt 100.000 schwangeren Frauen, die die Entbindung nicht überleben. In Deutschland sind es heutzutage gerade einmal neun und die aktuelle Zahl aus Malawi liegt erschreckend nah an europäischen Werten aus dem Mittelalter. Neben dem traditionell geringen Status von Mädchen und Frauen in der afrikanischen Gesellschaft ist die Abwanderung der medizinischen Fachkräfte ins Ausland ein Hauptproblem.

 

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