BERATEN WERDEN · MIGRATIONSBERATUNG IM HERKUNFTSLAND

Arbeiten in der Heimat und mit der Welt verbunden

Blerina Berisha entwickelt Smartphone Apps für ein österreichisches IT-Unternehmen in Pristina. Im Deutschen Informationszentrum für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK) bekam sie die entscheidenden Impulse für ihren Berufseinstieg.

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Blerina Berishas Vater ist Software-Entwickler. Schon als Kind wollte sie in seine Fußstapfen treten. Nach der Schule studierte Blerina Informatik und Ingenieurwissenschaften in ihrem Heimatland Kosovo. Danach wollte sie ursprünglich für ein Masterstudium nach Deutschland gehen. Durch die Beratung im Deutschen Informationszentrum für Migration, Ausbildung und Karriere DIMAK und eine Job-Messe in Pristina hat sie aber zunächst einmal ihre beruflichen Chancen direkt in Kosovo entdeckt. Ein intensives Bewerbungstraining verhalf ihr schließlich zum Erfolg.

Schon als Kind wollte Blerina Berisha mit Computern arbeiten. Heute hat sie sich diesen Traum erfüllt.

Blerina Berisha im Büro mit Kollegen: App-Entwicklung ist Teamarbeit.

Im Interview mit Blerina Berisha:

Was machen Sie beruflich und wie würden Sie Ihre Arbeit beschreiben?

Ich bin Software-Entwicklerin. Programmieren ist für mich ein bisschen wie Kochen mit Freunden. Man arbeitet im Team und jeder steuert seinen Teil bei. Das Ergebnis ist dann erst einmal noch nicht perfekt und man muss hier und da etwas nachbessern – vielleicht etwas mehr Salz und Pfeffer hinzugeben. Am Ende kommt aber etwas Gutes dabei heraus.

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Nach der Schule habe ich Informatik und Ingenieurwissenschaften studiert. Weil Hochschulen im Kosovo leider noch keine Masterstudiengänge in diesem Bereich anbieten, wollte ich gleich im Anschluss in Deutschland weiterstudieren. Um mich über meine Möglichkeiten zu informieren, bin ich ins DIMAK gegangen.

 Sich an das DIMAK zu wenden hat sich für Blerina Berisha gelohnt. So kam sie zu ihrem heutigen Job.

Sich an das DIMAK zu wenden hat sich für Blerina Berisha gelohnt. So kam sie zu ihrem heutigen Job.

Wie hat das DIMAK Sie auf Ihrem Weg unterstützt?

Die Beraterin im DIMAK hat sich viel Zeit für mich genommen. Im Gespräch habe ich von ihr einerseits Informationen zu Studienmöglichkeiten in Deutschland erhalten, andererseits aber auch zu Jobperspektiven im Kosovo. Wir sind gemeinsam meine Unterlagen durchgegangen und so kamen wir auf das Thema Arbeitserfahrung. Die ist im ITBereich neben einer guten Ausbildung sehr wichtig.
Ich fasste dann den Entschluss, es erst einmal mit einer Bewerbung für einen Job im Kosovo zu versuchen. Um meine Erfolgschancen zu erhöhen, hat mir die DIMAK-Beraterin ein Bewerbungstraining angeboten. Das hat mir dabei geholfen, meinen Lebenslauf ansprechend zu gestalten, mein Motivationsschreiben zu verbessern und Sicherheit für das Bewerbungsgespräch zu gewinnen.

Und wo haben Sie Ihren heutigen Arbeitgeber dann gefunden?

Ich arbeite heute für ein IT-Unternehmen aus Österreich, das in Pristina eine Niederlassung hat. Kennengelernt habe ich die Firma bei einer Job-Messe hier in Pristina, die auch vom DIMAK veranstaltet wurde. Dort ist sie mir sofort ins Auge gesprungen, weil sie sich mit der Entwicklung von Smartphone-Apps beschäftigt. Das ist ein Bereich, der mich besonders interessiert. Ich habe mich beworben und es hat geklappt.

Wie sehen Ihre weiteren beruflichen Pläne aus?

Kosovo wird im Moment immer attraktiver für Start-Ups, besonders im Technologiebereich. Obwohl mein Plan weiterhin steht, in Deutschland einen Master zu machen, bin ich hier im Moment sehr zufrieden und möchte langfristig auch weiter in meiner Heimat tätig sein. Ich mag es, zu Hause zu sein und trotzdem in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. So bekomme ich das Beste aus beiden Welten. Genauso wichtig, wie im Ausland Erfahrung zu sammeln und dort zu lernen, ist es für mich, dieses erworbene Wissen auch zu teilen. Deshalb möchte ich später einmal als Professorin an der Universität unterrichten, um mein Wissen an andere weitergeben zu können.

Das DIMAK bietet neben individueller Beratung auch Bewerbungstrainings an.

Blerina Berisha arbeitet als App-Entwicklerin für ein ITUnternehmen in Pristina.

IM AUFTRAG DES

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) und vereint seit mehr als 35 Jahren entwicklungs- und arbeitsmarktpolitische Expertise. Das CIM vermittelt europäische und nach Deutschland zugewanderte Fachkräfte in Entwicklungs- und Schwellenländer, vernetzt zugewanderte Menschen, die ihre Herkunftsländer voranbringen möchten und berät Einzelpersonen sowie politische Entscheidungsträger zu Migrationsthemen. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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