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Wildwuchsoliven für mehr Wachstum in Marokko

Aziz Chiki hat in Deutschland studiert und als Ingenieur für Sicherheitstechnik gearbeitet. Nach 22 Jahren kehrt er nach Marokko zurück, um Olivenöl herzustellen. Er möchte damit sein Herkunftsland unterstützen.

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Marokko bietet das ideale Klima und viele wildwachsende Olivenbäume. Chiki sieht darin viel Potential für eine hochwertige Olivenölproduktion, welche den weltweiten Marktführern in nichts nachstehen müsste. Deshalb möchte der 44-jährige den marokkanischen Olivenbauern das dafür nötige Knowhow vermitteln und damit der Armut etwas entgegensetzen.

Aziz Chiki bei der Überwachung des Herstellungsprozesses in seiner Anlage.

Die Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung der Olivenbauern für die Herstellung eines hochwertigen Olivenöls bildet die Grundlage von Chikis Arbeit.

Im Interview mit Aziz Chiki:

Warum wollten Sie wieder zurück nach Marokko?

Mir ist immer meine schöne Kindheit in Erinnerung geblieben; daran wie üppig die marokkanische Natur ist und wie großzügig die Menschen sind, auch wenn sie selber kaum etwas haben. Das hat in mir den Wunsch geweckt eines Tages zurückzukehren und diesen Menschen etwas zurückzugeben.

Was verbinden Sie mit Oliven und Ölivenbäumen?

Mein Großvater und mein Vater waren Olivenbauern; dadurch bin ich mit Olivenbäumen großgeworden. Das sind sehr faszinierende Pflanzen: Sie brauchen nicht viel zum Leben und schenken den Menschen so viele gesunde Inhaltsstoffe. Sie können zudem 3000 bis 5000 Jahre alt werden – ebenfalls ein Resultat, welches auf die gesundheitsfördernden Stoffe zurückzuführen ist. Deshalb steht für mich der Olivenbaum auch für Stärke und Hoffnung.

Chiki mit seinem Geschäftspartner Youssouf Charaf und einer Mitarbeitern in der Olivenmühle. Ein hochwertiges Olivenöl erfordert einen schonenden Pressprozess.

Chiki mit seinem Geschäftspartner Youssouf Charaf und einer Mitarbeitern in der Olivenmühle. Ein hochwertiges Olivenöl erfordert einen schonenden Pressprozess.

Wie hilft ihr Vorhaben der Bevölkerung im Moment?

Es ist wichtig die Bauern der Region mit Seminaren darüber aufzuklären, wie ein hochwertiges Öl hergestellt wird, sodass es zu mehr Umsatz verhilft. Wir haben hier in eine sehr hochwertige Olivenmühle investiert, welche die Bauern zur Pressung nutzen können - sie zahlen dafür nicht mehr als bei einer herkömmlichen Anlage. Durch das hochwertige Produkt, welches die Bauern dadurch erzielen, verdienen sie ein ganzes Drittel mehr als vorher. Sobald das Öl unseren angestrebten Qualitätsstandard erreicht hat, wollen wir uns der weltweiten Vermarktung zuwenden.

Inwieweit hat Ihnen bei der Ölproduktion Ihr Studium in Deutschland geholfen?

Das Studium hat mich stark sensibilisiert für Prozessverbesserungen jeglicher Art. Auch das technische Fachwissen und die für die Naturwissenschaften übliche systematische Problemlösung haben mir bei meinem Vorhaben sehr geholfen. Wichtig ist aber auch, dass ich einen Teil meiner heutigen Geschäftspartner während des Studiums kennengelernt habe. Das sind auch Marokkaner, die ich schnell von meiner Idee überzeugen konnte und die mit dem selben Herzblut dabei sind, wie ich es bin.

Aziz Chiki mit seiner Familie beim Picknik inmitten seiner Olivenfarm.

Die drei Kinder von Aziz Chiki.

IM AUFTRAG DES

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) und vereint seit mehr als 35 Jahren entwicklungs- und arbeitsmarktpolitische Expertise. Das CIM vermittelt europäische und nach Deutschland zugewanderte Fachkräfte in Entwicklungs- und Schwellenländer, vernetzt zugewanderte Menschen, die ihre Herkunftsländer voranbringen möchten und berät Einzelpersonen sowie politische Entscheidungsträger zu Migrationsthemen. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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